Über Aikido:

Aikido ist eine moderne japanische Kampfkunst. Obwohl sie erst nach dem 2. Weltkrieg entwickelt wurde, reichen ihre Wurzeln dennoch zurück bis ins alte China.

Aikido unterscheidet sich von anderen traditionellen asiatischen Kampfkünsten dahingehend, dass es keine Wettkämpfe gibt und das Ziel nicht die Überwindung und Zerstörung des Angreifers, sondern die Aufnahme und wirksame Kontrolle seiner Angriffsenergie ist.

Die Verbindung von hocheffizienten Techniken mit einer friedvollen und verantwortungsbewussten Grundhaltung gegenüber dem Angreifer macht Aikido zu einer Lebensphilosophie, deren Ausübung nicht allein auf das Dojo beschränkt ist.

Trainiert werden sowohl waffenlose Techniken (Taijutsu) als auch Techniken mit und gegen Waffen (Bukiwaza). Die verwendeten Waffen sind Bokken (Holzschwert), Jo (Stab) und Tanto (Holzmesser). Techniken mit und ohne Waffen ergänzen sich zu einem harmonischen Ganzen.

 

Weitere Meinungen aus dem Dojo:

Aikido ist für mich die Suche nach dem inneren Zentrum, dieses zu kräftigen, sich selbst von Innen heraus nach Außen zu festigen, um dann mit sicherem Stand anderen lächelnd in die Augen zu blicken und ihnen alleine so schon zu zeigen, dass es Grenzen gibt.

Nachdem ich mich 20 Jahre erfolgreich vor jeglichem Sport versteckt habe, hat mich Aikido doch noch gefunden. Es macht unglaublich Spass, auch weil es keine Wettkämpfe gibt und ich mich deshalb mit niemandem messen muss. Sehr nette Leute und die Möglichkeit, den Stress des Arbeitstages hinter mir zu lassen, runden das Vergnügen ab.

Bei der Ausübung von Aikido geht es um das Du, nicht um das Ich: Es geht nicht darum, dass ich die Techniken so mache, wie ich sie geplant habe, sondern darum, den Angriff des Partners abzuwehren. Ich kann Aikido nicht allein/ohne Partner üben.

Beim Training des Aikido geht es um mein Aikido, nicht um dein Aikido: Es geht nicht darum, besser zu sein als der Partner und den Partner zu überflügeln oder zu besiegen, sondern darum, sich selbst zu verbessern und ständig dazuzulernen. Ich kann Aikido mit jedem Partner trainieren.

Wenn ich munter und wach ins Training komme, kann ich mich prima müde toben. Wenn ich abgespannt und gestresst ins Training komme, bin ich hinterher wieder wach und entspannt.

Für mich ist Aikido ein Bogen von Körpergewahrsam mit Achtsamkeit und Präsenz. Mit dem Schulen dieser Räume wird mir bewusst, wie stark die Dominanz der Kontrollmechanismen des Kopfes ist und wie lohnenswert das Üben von Körper und Geist im Kontakt mit den Übungspartnern ist. Ich fühle mich dadurch in mir sicherer und gelassener und erkenne, wie nicht nur ich wirke, sondern auch eine höhere Ordnung.

Ich fühle mich durch Aikido viel sicherer und mutiger. Die Techniken machen mir großen Spass. Ich freue mich immer auf die nächste Aikido-Stunde.